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Stress vermeiden, regelmässiger Schlaf

 Stress vermeiden, regelmässiger Schlaf

Stress und Schwangerschaft, diese Faktoren passen nicht zusammen! So, oder so ähnlich beschreiben es die verschiedensten Portale im Internet. Was ist wirklich dran an dieser Theorie? Hilft es schwanger zu werden, wenn Sie Stress vermeiden und regelmäßig schlafen?

Anhaltender Stress und der dringender Kinderwunsch

Kann viel Stress eine Schwangerschaft verhindern? Zumindest kann er dafür sorgen, dass es schwieriger wird schwanger zu werden. Innerhalb der Beziehung können aufgrund des dringenden Kinderwunsches Stresssymptome auftreten. Darunter fallen: Ein geringeres Sexualverhalten, Konflikte mit Ihrem Partner und das Gefühl andauernd genervt und erschöpft zu sein. Der dringende Wunsch ein Kind zu bekommen verringert somit indirekt die tatsächliche Chance auf eine Schwangerschaft. Sie sollten mit Ihrem Partner darauf achten, körperlichen und seelischen Stress zu vermeiden, sich durch den eigenen Kinderwunsch nicht zu sehr unter Druck zu setzen und eine gesunde Lebensführung anzustreben. Manchen Paaren hilft bei der Verwirklichung des Kinderwunsches kleine Ruhepausen im Alltag einzuplanen, Entspannungstechniken anzuwenden oder einfach mal Urlaub machen.

Die medizinischen Auswirkungen von Stress

Ein gewisser Teil des Gehirns ist für die Steuerung unseres Appetitverhaltens und für unsere Emotionen zuständig. Dieser Teil wird in der Fachsprache auch Hypothalamus genannt. Er hat eine weitere Funktion: Er regelt unseren Hormonhaushalt und greift damit direkt in den Stoffwechsel ein. Der Eisprung kann durch ihn beeinflusst werden! Zu viel Stress in Kombination mit zu wenig Schlaf, kann seine Funktion vermindern oder verzögern. In diesem Fall tritt der Eisprung nicht zur erhofften Zeit ein. Sie bekommen Ihren tatsächlichen Einsprung erst ein paar Stunden oder Tage später. Das heißt: Selbst wenn Sie zur richtigen Zeit Sex haben, kann die durch Stress ausgelöste Fehlfunktion des Hypothalamus dazu führen, dass der erhoffte Kindersegen ausbleibt.

Unterscheidung zwischen langanhaltendem Stress und kurzfristigen Faktoren

Selbstverständlich kommt es nicht bei jeder Stresssituation direkt zu einer Verstimmung Ihres Hormonhaushalts. Wir haben jeden Tag Stress und damit kommt der Körper auch zurecht. Positiver Stress ist sogar in gewissen Mengen förderlich für unsere körperliche Aktivität. Wichtig ist es negativen Stress zu minimieren und langanhaltende Stresssituationen zu vermeiden. Wie bei vielen Dingen im Leben, kommt es auf die Menge an! Zuviel negativer Stress kann sich auch auf den Eisprung auswirken. Viele Menschen schlafen zudem nicht ausreichend. Selbst wenn Sie einen stressigen Tag hatten, kann der Körper Schadstoffe über Nacht abbauen und sich regenerieren. Ihr Gehirn braucht Zeit um Millionen von Einflüssen zu verarbeiten. Sie sollten mindestens sechs bis acht Stunden pro Nacht schlafen.

Die gute Nachricht zuletzt: Stress wirkt sich nicht auf Ihre Fruchtbarkeit aus! Lediglich auf den Zeitpunkt Ihres Eisprungs! Die Chance auf eine Schwangerschaft kann sich erhöhen, wenn Sie langanhaltenden negativen Stress vermeiden.