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Vorsorgeuntersuchungen vor der Schwangerschaft für Sie und Ihn

Vorsorgeuntersuchungen vor der Schwangerschaft für Sie und Ihn

Angesichts der steigenden Unfruchtbarkeit bei Mann und Frau raten immer mehr Ärzte und Gesundheitsorganisationen zu Vorsorgeuntersuchungen vor der Familienplanung. Wer sich mit Familienplanung beschäftigt, dem wird heutzutage zu Vorsorgeuntersuchungen geraten, um schon im Vorwege eine mögliche Unfruchtbarkeit von Mann oder Frau auszuschließen. Außerdem geben die Untersuchungen Aufschluss darüber, ob hormonelle oder genetische Funktionsstörungen beim Mann oder der Frau vorliegen. Damit einer natürlichen Familienplanung und dem Schwanger werden nichts im Wege steht, sind Mann und Frau einfach auf der besseren Seite, schon vorher ein paar Vorsorgeuntersuchungen vornehmen zu lassen.

Vor der Schwangerschaft – Vorsorgeuntersuchungen für die Frau

Zur Planung einer Schwangerschaft gehört zunächst eine Eigenanamnese wie auch eine Familienanamnese wegen möglicher Erbkrankheiten, die der Hausarzt oder Gynäkologe durchführt.

Der nächste Schritt ist eine gynäkologische Untersuchung der Fortpflanzungsorgane, bei der die Organe abgetastet und zusätzlich mit Ultraschall untersucht werden. Somit kann bereits im Vorfeld abgeklärt werden, dass Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter voll funktionsfähig sind und keine Gebärmutter-Myome vorhanden sind, die sich auf die Fruchtbarkeit auswirken können, auch wenn sie meistens gutartig sind. Mit einem zusätzlichen Abstrich lassen sich Bakterien oder Veränderungen in der Zellstruktur erkennen.

Zur weiteren Vorsorge gehört eine Blutuntersuchung, um Krankheiten auszuschließen sowie den Hormonspiegel der Frau zu bestimmen. Wer eine mögliche Unfruchtbarkeit von vornherein ausschließen möchte, dem wird zu einer Hormonuntersuchung geraten. Dieser Postkoitaltest kann eine Information darüber liefern, wie die Interaktion zwischen Sperma und Gebärmutterhalsschleim beschaffen ist. Hierbei wird der Zervikalschleim der Frau nach 2 bis 12 Stunden nach dem Koitus abgenommen und ausgewertet. Bei einem positiven Befund kann von einer Fruchtbarkeit ausgegangen werden. Ein negatives Ergebnis erfordert eine Untersuchung des Mannes (Spermiogramm).

Auch eine Toxoplasmoseuntersuchung ist immer ratsam bei dem Wunsch nach einer Schwangerschaft. Gerade wer viel in Kontakt mit Katzen ist oder gerne rohes Fleisch ist, dem ist anzuraten, den eigenen Immunstatus vorsorglich untersuchen zu lassen. Mit einer einfachen Blutuntersuchung lässt sich eine Immunität gegen die Infektionskrankheit, welche in einer Schwangerschaft als hohes Risiko einzustufen ist, nachweisen.

Ein wichtiger Faktor zum Schwanger werden ist eine ausgewogene Ernährung unter anderem mit viel Obst und Gemüse und einer ausreichenden Versorgung mit Folsäure, Eisen, Jod und Vitamin C. Besonders die Zufuhr von Folsäure ist wichtig. Laut der Nationalen Verzehrsstudie II 2008 (NVS II) liegt die Zufuhr im Median bei den Vitaminen D und Folsäure deutlich unterhalb der Referenzwerte. Bei der Folsäure erreichen insgesamt 86 % der Frauen die empfohlenen Zufuhrmengen nicht. Folsäure zählt zu der Gruppe der B-Vitamine und ist beispielsweise in grünem Blattgemüse enthalten (z.B. Spinat und Salat). Folsäure ist an wichtigen Zellteilungs- und Wachstumsprozessen beteiligt und eine ausreichende Versorgung deshalb besonders in den ersten Wochen der Schwangerschaft wichtig. Um den Körper ab dem 1. Tag der Schwangerschaft ausreichend mit Folsäure zu versorgen, empfiehlt sich eine regelmäßige Zufuhr über die Ernährung oder eine Nahrungsergänzung. Sinnvolle Produkte mit hoch dosierter Folsäure sowie Eisen, Jod und vielen weiteren wichtigen Nährstoffen sind BabyFORTE FolsäurePlus und andere. Die Produkte sind erhältlich in der Apotheke, sowie im Web unter www.babyforte.de

Vor der Schwangerschaft – Vorsorgeuntersuchungen für den Mann

Für Untersuchungen, die den Mann betreffen, ist der Urologe, Androloge oder ein spezieller Arzt in Kinderwunschzentren zuständig. Wie bei der Frau wird zunächst die gesundheitliche Vorgeschichte besprochen. Eine Mumpserkrankung in der Kindheit oder vergangene Operationen wie z. B. bei Hodenhochstand oder Leistenbruch können eine Samenweg-Verengung zur Folge haben. Auch innere Erkrankungen wie Diabetes oder Nervenschädigungen können zur Beeinträchtigung führen.

Zur weiteren Vorsorgeuntersuchung gehört eine eingehende körperliche Untersuchung. Ein Hodenhochstand sollte hierbei grundsätzlich ausgeschlossen werden, da die Spermienproduktion ansonsten erheblich beeinträchtigt ist und zur Unfruchtbarkeit führen kann. Auch Krampfadern am Hoden führen mitunter zu einer Verminderung der Spermien. Eine Ultraschalluntersuchung wird zur Diagnosefeststellung zusätzlich durchgeführt. Zur anschließenden Untersuchung des Ejakulats wird geraten, wenn der Postkoitaltest der Frau negativ verlaufen ist. Dieses Spermiogramm kann das durch Masturbation gewonnene Sperma auf Beweglichkeit und Beschaffenheit überprüfen.

Nicht nur für die Frau ist eine ausgewogene Ernährung und die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und weiteren Mikronährstoffen ab Kinderwunsch wichtig. Der Mann kann ebenfalls einen Beitrag leisten, um die Fruchtbarkeit zu verbessern. Die Fruchtbarkeit von grundsätzlich zeugungsfähigen Männern, kann durch die Zufuhr bestimmter Nährstoffe gefördert werden. Wichtig ist die regelmäßige Aufnahme von viel Zink und Selen, wobei in Deutschland laut Nationaler Verzehrstudie II 32% der Männer unter den empfohlenen Werten liegen, bei älteren Männern sind es sogar 44%.